Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Samstag, 21. August 2010

Döner beim Goethe

Kürzlich hatte unser Goethe-Institut zu einem Kammermusikabend geladen. (http://hanoigrapevine.com/2010/08/chamber-concert-at-goethe-institut/)

Ein klassisches Trio mit Klavier, Violine und Cello brachte Werke von Beethoven, Brahms, Bruch und Piazolla zu Gehör. Der kleine Saal des GI war gut gefüllt, hinter der 100 Sitzplätzen standen noch etwa 20 weitere Musikliebhaber. Nur sehr wenige Ausländer waren in dem heimischen Publikum auszumachen. Es ist eben noch Heimaturlaubszeit.

Die amerikanische Pianistin Anne Chamberlain und die beiden vietnamesischen Streicherinnen Nguyen My Huong und Nguyen Hong Anh gestalteten einen wunderschönen Abend. Unbeirrt durch Beifall zwischen den Beethovensätzen unterhielten sich die drei Instrumente auf das Schönste, wechselten sich ab in Leitmotiv und Begleitung, gaben jedem Part seinen individuellen Charakter. Mich hat am meisten der Bruch gefangen genommen: Adagio after Hebrew Melodies for Violloncello and Piano war einfach traumhaft schön.

Der Hallo-Effekt ergab sich nach dem Konzert, als wir wieder auf die Strasse kamen: Das „Kaffee Goethe“ hatte da einen Döner-Stand aufgebaut, ein armer Vietnamese schnitzte brav die Fleischstückchen vom Spieß, bei 30 Grad Abendtemperatur kein beneidenswerter Job. Obwohl wir, nach der Klimaanlagenunterkühlung im Saal froh waren, uns wieder etwas aufzuwärmen.

Die Döners erfreuten sich bei Konzertbesuchern und Passanten größter Beliebtheit, und auch wir konnten nicht widerstehen.

Nun, der Geschmack war nicht ganz so, wie in Kreuzberg, aber, um unseren Chorleiter hier nochmals zu zitieren: We´re getting there…

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