Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Montag, 26. November 2012

Champa, Khmer und Po Auloah

Unser Ausflug in die Cultural Heritage Village bei Hoa Lac hat bei mir einige kulturhistorische Puzzles-Steinchen an ihre Plätzchen fallen lassen, die mir bisher zwar bekannt, aber nicht richtig zugeordnet waren. Und Neues hat sich auch noch ergeben.
Unser erster Kontakt mit der Kultur der Champa oder Cham In Vietnam war, als wir Anfang 2010 zu den Tet-Ferien nach Tuy Hoa geflüchtet waren. Dort steht über der Stadt ein riesiges Baudenkmal, der sog. Cham Tower, wir haben ihn natürlich besichtigt. Auf irgendwelche Besonderheiten der dort gepflegten Anbetung hatten wir nicht so sehr geachtet.
Aber wir hatten uns dann ziemlich über eine abendliche Tanzdarbietung im Ressort gewundert, die wir irgendwie gar nicht mit unserem Bild von vietnamesischen Volkstänzen in Einklang bringen konnten.
Etwas später waren wir von Hoi An aus mit Sascha in My Son gewesen, einer Ausgrabungsstätte, von der gesagt wird es sei Angkor Wat im Westentaschenformat.
Im April jetzt waren wir dann im richtigen Angkor, und natürlich überwältigt von den Zeugnissen dieser alten Kultur - der Khmer-Kultur.
Aber als ich die vielen Abbildungen von Tempeltänzern und Tänzerinnen sah, hatte ich die Darbietung damals in Tuy Hoa einfach vergessen.
Vor einigen Wochen waren wir nun auf den neu erbauten Cham-Tempel im sog. Ethnografischen Dorf bei Hoa Lac gestossen, und hatten kurz darauf gesehen, dass dieser Tempel jetzt “eingeweiht” werden sollte, wozu es ein Wochenende lang diverse Vorführungen der Cham Minoritäten geben solle - einer der 54 Minderheiten aus denen sich Vietnams Bevölkerung zusammensetzt. Am Samstag früh war erst eine “Weihe der jungen Cham- Mädchen” angekündigt, dann eine traditionelle Hochzeit.
Die Mädchen-Weihe war eine längere Veranstaltung, auf den Hof eines der dort aufgestelltem hölzernen Bauernhäuser, einige Besucher waren gekommen, eine Anzahl Damen
man beachte die Schuhe!
und Herren
 saßen oder liefen in völlig unvietnamesischer Bekleidung herum.  Die Wirtschaft mit Kochen unter freiem Himmel war denn aber doch ganz normal und landesüblich.
Die Zeremomie sah zunächst das kunstvolle Einkleiden der die drei Hauptpersonen vor.

Die Haare mussten künstlich verlängert werden, um einen möglichst hohen Knoten zu Stande zu bringen


Traditionell sollen sie drei Tage in ihrem Zelt auf dieses Ereignis warten. Hier wurde die feierliche Tracht wohl etwas schneller komplettiert, dann saßen sie bereit.


Ausser den drei "Mädchen" gab es noch zwei kleine Jungen, die ebenfalls auf eine Zeremonie warteten.
Gegenüber hatten drei ältere Herren in weissen Gewändern und Turbanartigen Kopfbedeckungen Platz genommen, Ihnen wurden erst mal die zeremomiellen Gabenteller hinüber in ihr Zelt gebracht.

Die Herren mussten dann ihren Kopfschmuck noch ordnen.
Danach folgte eine ausführliche Zeremonie mit diversen Rauchopfern,

 der Kürzung der Haare um einige Strähnchen

Ausgiebige leise Gesänge in einer uns völlig unbekannten Sprache und gemurmelte Gebete gehörten natürlich auch dazu.

Dann gingen die frisch gebackenen Damen wieder in ihr Zelt und es wurde zum Essen aufgetischt.
Von hier wanderte der Trupp der Besucher (außer uns nur noch 2 Ausländerinnen) und vor allem der Filmteams zu einem anderen Haus in der Nähe, am Chamtempel vorbei. Auch der Bräutigam war unterwegs.


Na, wer ist wohl der Bräutigam? Natürlich der coole Typ mit der supercoolen Sonnenbrille
Das Haus war geschmückt, die Braut im blinkenden Ornat wartete in ihrer Kemenate auf den "Zukünftigen".
 Dieser blieb aber erst mal vor dem Haus, schickte einen Unterhändler, der in einem kurzen Palawer den vorgesehenen Hochzeitsring abgeben durfte. Die Braut wurde auch selbst gefragt, aber der Handschlag kam dann doch von einem Mann der Familie.

Dann kam die Bräutigamsfamilie nach einer kurzen Pause ins Haus, die Braut trat heraus, es gab wieder eine Zeremonie in einer uns unbekannten Sprache, es wurde gebetet und gesungen, dann durfte der Bräutigam mir der Auserwählten kurz ins Brautgemach, wo nochmals gebetet (und vor allem fotografiert) wurde.
Dann traten sie wieder in der Vorraum, es folgte der Dank an die Gäste und ein letztes gemeinsames Lied, von dessen Text wir nur immer wieder “Ho Chi Minh” aufschnappten. Anschließendes Posieren.
 Vor dem Haus erklärte uns dann ein würdiger älterer Herr in relativ gutem Russsich, dies sei die öffentliche Wiederholung einer echten Hochzeit gewesen, die diese beiden Brautleute vor etwa einem Monat im südlichen Vietnam gefeiert hätten. Und ja, es sei eine muslimische Hochzeit gewesen, weil die Cham dort eben Muslime seien.
Nun wanderte der Trupp wieder zurück zum Hof mit der Mädchenfeier. Die Mädchen hatten sich inzwischen etwas aus der Festkleidung geschält, es wurde für alle Essen aufgetischt (eher aufgemattet, Tische sind dort ja relativ unbekannt.)
Danach kamen wir noch kurz mit einem der weiss gekleideten Turbanherren ins Gespräch (dank Dolmetscherin). Er erklärte uns, dass beide Familien, die hier ihre Feiern zum öffentlichen Spektakel gemacht hatten, in der Tat muslimische ("islamische", das Wort Muslim kannte er nicht) Cham aus Südvietnam seien. Allerdings gehörten sie zu unterschiedlichen islamischen Glaubensrichtungen. Er selbst, mit seiner Familie sei Bani-Islam, die andere Familie gehöre zu einer malayisch-arabischen Richtung. (Uns war schon der arabische Kopfschmuck des Bräutigams aufgefallen.) Aber sie seien beide Cham und hätten als solche ihre eigene Sprache und Schrift. Die Schrift war uns schon im Museum aufgefallen, die fremdartige Sprache hatten wir auch wirklich in beiden Zereomien gehört.
Eine Dolmetscherin hatte die Worte ins Vietnamesische übertragen müssen.) Im übrigen erklärte er uns, dass die Mädchen diese Zeremonie nur im Bani-Islam benötigten, um zu heiratsfähigen Frauen erklärt zu werden. Traditionell müsse das noch vor der Geschlechtsreife geschehen, aber heute, wo der Staat die Ehe erst ab 18 erlaube, sehe man das nicht mehr so eng. Allerdings: Wenn eine Frau aus den anderen Familien in eine Bani-Islamfamilie einheiraten wolle, dann müsse sie dies noch nachholen.
Weiter erzählte er, er sei quasi hauptamtlich Schamane der Gruppe, als solcher bei allen diesen Zeremonien der Bani-Islam Cham wichtig, aber darüber hinaus sei er auch als Heiler tätig, müsse neu erbaute Häuser von Geistern befreien und so weiter. Auch sein Kopfschmuck weise ihn als Schamanen aus, weil er doppelt sei: Sowohl das männliche Käppi als auch das verschlungene Tuch der Frauen zierte sein Haupt, weil er beide Geschlechter in sich habe, das Männliche und das Weibliche, und beides als Schamane verkörpern könne. Auch dies war uns aufgefallen: In der Zeremonie vorher wurde immer wieder das Tuch abgenommen und dann für den nächsten Schritt wieder um den Kopf geschlungen. Erinnert das nicht an die Zeremonien in unserem Stadtteilstempel, wo wir ja auch bestimmte als Medium bezeichnete Personen gesehen hatten, die mal männliche, mal weibliche Gottheiten personifizierten?
Dieser und eine Menge anderer Gedanken wanderten auf der Heimfahrt im Hinterkopf herum. Cham als heute gelebte Kultur? Arabischer Isalm und Bani-Islam? Diese indisch anmutenden Trachten sowohl der einen als auch der anderen Familie, wie kommt das?
Erst mal wurde uns aber auf Vietnamesisch klar, dass der Sommer vorbei ist:
Daheim, mit Hilfe von Tante Google waren bald einige Aufsätze von Ethnologen gefunden, die allerdings manchmal sehr unterschiedliche Erklärungen gerade zum Bani-Islam abgeben. Zusammengefasst habe ich es so verstanden:
Die Cham sind eine alte Volksgruppe Südostasiens. Ihre Sprache nach kamen sie als Seefahrer aus dem polynesisch-australischen Raum, vermutlich über Malaysia, nach Indochina. Eine erste Blüte hatten sie ab etwa 445, als ein Indraprua genannter Staat auf heute vietnamesischem Gebiet gegründet wurde. My Son stammt aus dieser Zeit und man hat dort einiges Material über diese frühe Kultur gefunden, etwa Steintafeln aus denen man die Sprache und die Schrift ableiten kann. Die Könige führten den Shiva-Kult ein, kämpften mit wechselndem Erfolg gegen die Vietnamesen (die ab dem 10. Jahrhundert von den Chinesen unabhängig geworden waren und sich nach Süden ausweiten wollten) sowie gegen die Khmer im heutigen Kambodscha.

Mit der Khmer-Königen von Angkor war man manchmal verbündet, häufiger bekriegte man sich. Letztlich gewannen die Vietnamesen 1470 ff die Oberhand auch im Mekong Delta, die Cham wurden bedeutungslos, viele flohen in die Nachbarländer Laos, Kambodscha und Thailand. In Kambodscha heißt heute eine große Provinz deshalb Kâmpóng Cham.
Religiös-kulturell waren die Cham offensichtlich stark von Indien geprägt, später war das Khmer-Reich dominierend. Dies erklärt auch die Ähnlichkeiten mit der Kultur der Khmer in Kambodscha. Hier wie dort hielt das Sanskrit als Schrift Einzug, hier wie dort wurde zwischen Shiva-Verehrung/Hinduismus und Buddhismus gewechselt, auch eigene Mischformen entwickelt. Der von uns so verwundert aufgenommene “Volkstanz” in Tuy Hoa könnte also eine späte Cham-Nachempfindung der Apsaras von Angkor gewesen sein.
Heute soll es in Vietnam etwa 150.000 Cham geben, dazu 500.000 sog. Berg-Cham, die eine andere Kultur aber die gleiche Sprache haben. Weiteere Volksgruppen leben in den Nachbarländern. Insgesamt bis zu 2 Millionen Cham soll es weltweit geben, ein World Council of Champa in Schweden will sie vertreten.
Und wie, Cham, habt Ihr’s mit der Religion?
Soweit bekannt, begann der Islam Fuss zu fassen, als die Herrschaft der Champa-Könige zu Ende ging, die ja, als gute Hinduisten, Göttergleich waren. Erste Erwähnungen aus dem 11. Jahrhundert berichten, die Cham hätter Wasserbüffel geopfert und dazu Allahu Akbar gerufen, eine schon damals eigenwillige Rezeption des Islam? Heute sollen etwa 80 % der Cham in Vietnam und Kambodscha Muslime sein, 20% etwa sind noch immer hinduistisch, Ba La Mon Cham genannt. Die Muslime aber sind ihrerseits zu zwei Gruppen gehörig. Die eine, eher der klassischen Sunnitischen Richtung zugehörig, ist im Süden Vietnams konzentriert und hat enge Verbindung sowohl zum Malayischen Isalm als auch zu den arabischen Sunniten. Wallfahrten nach Mekka, täglich 5-maliges Gebet in Richtung Mekka, der Koran und die Moscheen zeugen von einem relativ normalen Islam, der allerdings nach unserer Beobachtung bei der Hochzeit doch deutlich unverkrampfter daher kommt als in den Ursprungsländern. Die Frauen sind offen, frei und selbstbewusst, vielleicht auch weil die Cham traditionell eine matrimoniale Gesellschaft gewesen sein sollen. Nun, auch unser Bräutigam zog ins Haus der Schwiegereltern. Die andere muslimische Gruppierung, zu der nun auch unser Schamane gehörte, nennt sich Bani-Islam. Sie haben ebenfalls Moscheen in ihren Dörfern, beten zum “Po Auloah” genannten Allah, kennen auch die Engel und Heiligen des orthodoxen Isalm. Aber sie haben eine stark verkürzten Koran (nur Suren 96 - 114)und geben neben Mohammed auch dessen Tochter Fathima sowie ihren Mann Neffen Ali eine besondere Bedeutung. Inhaltlich vermischen sich offensichtlich hinduistische und sogar animistische Elemente (die in Vietnam, mit seinem Ahnenkult, ja nirgends fehlen) sodass sich ein Schamane ganz ungezwungen als Teil des islamischen Klerus verstehen kann. (Wobei man ja nicht ganz sicher sein kann, ob dies wirklich das Wort war, das er verwendete, er wurde ja dann vom Vietnamesischen ind Englische und von dort ins Deutsche übersetzt.)
Es ist auch insofern eine Art “Islam light”, als die Normalbevölkerung sich als religiöse Laien aus den vielen muslimischen Religionspflichten weitgehend heraus halten können. Diese werden gewissermaßen an den Klerus delegiert, eine Hierarchie von Priestern vom "Azar" bis zum "Po Guru". Nach Möglichkeit stellt jede Familie einen Sohn für diese Aufgabe ab, zeichnet dann auch für dessen Lebensunterhalt verantwortlich und muss ihn etwa während des Ramadan, den nur die Priester in der Moschee verbringen, mit den nötigen Speisen versorgen. Dafür ist dieser dann auch für die täglichen Gebete verantwortlich, während die Laien nur 1 ml pro Woche in die Moschee gehen. Während des Ramadan werden übrigens auch die hinduistischen Priester zum Gebet in die Moschee eingeladen, und sie sollen kein Problem damit haben, “Po Auloah” als den “Ishvara” (wörtl.: der Höchste Herr) anzubeten.
Obwohl man also einige Gemeinsamkeiten mit dem orthodoxen Islam erkennen kann, war also unser "Schamane" der Vertreter einer sehr eigenen Glaubensrichtung. Die vietnamesischen Cham haben sich da schon was ganz besonderes ausgedacht.

PS: Wer will kann hier und hier etwas genauer über die Cham und ihren Bani-Islam nachlesen.

Sonntag, 25. November 2012

Kultureller Herbst

Es wird Herbst in Hanoi und richtig angenehm. Meist ist es sonnig, die Temperaturen bleiben unter 30 Grad - und die kulturellen Angebote purzeln nur so herein.
Vor einer guten Woche noch waren wir mit unseren Amerikanischen Freunden (ja, wir hatten schon wieder Besuch!) im Goethe Institut zu einem wunderbaren Kammermusikabend mit dem vietnamesischen TrioTrinity: Schumann, Brahms, Rachmaninow und Piazzolla. http://www.goethe.de/ins/vn/han/acv/mus/2012/de9946720v.htm. Die drei sind uns keine Unbekannten mehr und sie boten wieder einen fulminanten Abend. Angenehm: Das Goethe Institut bietet solchen Genuss bei freiem Eintritt - man muss nur rechtzeitig da sein.
Dann wir in dieser Woche der “Kulturmarathon”:
Am Mittwoch hatten wir mit Freunden einen Tisch im Luna d’Autunno reserviert, eine italienische Kneipe wo ein Mal im Monat unser Chorleiter mit einigen Solisten des Opernensembles eine Tischmusik bietet. Diesmal gab es. Italienisch!, einige Arien aus Verdi-Opern, zum Schluss ließ er es sich nicht nehmen, das Publikum zum “Libiamo” zum Mitsingen zu animieren. Leider hat die Kneipe eine nicht ganz perfekte Akustik und auch der Service war ziemlich vietnamesisch. Aber ein schöner Abend war es doch!
(Vom letzten Dinnner Concert gibt es eine Probe auf YouTube. http://www.youtube.com/watch?v=bOLtnQk-phM )
Donnerstag Abend stand dann ein echtes Highlight auf dem Programm: Das “Duo d’Accord” aus München! Das vietnamesisch-deutsche Ehepaar  Lucia Huang und Sebastian Euler kennen wir auch schon vom vergangen Jahr und sind begeisterte Fans geworden. Sie spielen derart meisterhaft zu zweit Klavier - mal zu vier Händen, mal mit zwei Klavieren - dass es einem schlicht den Atem verschlägt. In diesem Jahr fand der Auftritt im Rahmen des Europäischen Musikfestivals statt, und es standen ausgefallene Stücke auf dem Programm von Leonard Bernstein, Sergej Prokofjew, Leopold Godowsky, Carl Maria von Weber, Igor Stravinsky, Maurice Ravel. Die beiden letztgenannten Werke wurden gemeinsam mit zwei vietnamesichen Konzert-Perkussionisten aufgeführt. Ungewohnt aber toll. Mir hat Prokofjew noch nie so gut gefallen. Und wie zwei Klaviere mit zwei Schlagzeugern klingen, dass habe ich mal als Hörprobe auf Youtube gestellt:
http://youtu.be/MNueiOR93Pk

Am Freitag ging dann das Musikfestival weiter und wir wagten uns in für uns neue Musikregionen: Free Jazz mit dem Manuel Hermia Trio aus Brüssel - vorgestellt von der Kulturvertretung der belgischen Provinz Wallonien!. Wieder kamen wir ganz begeistert heraus, es war ein Abend mit besonders gefühlvoller Musik. Auch hier gibt es einen Link zu YouTube, das Stück heisst “The colour under your skin”.
http://youtu.be/sOF3gj3MFP0

Ja, und Samstag Früh schwangen wir uns um 7 Uhr früh auf den Roller, um Vietnamese Cultural Heritage zu erleben. Aber das ist einen eigenen Blogbeitrag wert.

Mittwoch, 21. November 2012

HIC on YouTube

Schon mehrfach habe ich von unseren Aktivitäten im Hanoi International Choir berichtet. Zuletzt im Oktober.

Heute hab ich mal geschaut, was man so alles findet, wenn man "Hanoi International Choir" als Suchbegriff bei YouTube eingibt. Siehe da, viele kurze und lange, bessere und schlechtere Clips über die verschiedenen Aufführungen, von denen ich viele auch nicht kenne.
So etwa ein Bericht über den Chor, mit der Musik aus dem Mozart Requiem im Hintergrund:
http://www.youtube.com/watch?v=LDUk5zXiu3s
Der Sprecher spricht ein nettes, sehr gutes VietEnglish.

Oder eine ganze Sammlung von Clips aus der Mahler Aufführung:
http://www.youtube.com/watch?v=KSwsT1Xc9PA&list=PLA311D9F9C62B0EB9&index=1&feature=plpp_video
http://www.youtube.com/watch?v=PDOL3ueBJpg&list=PLA311D9F9C62B0EB9&index=2&feature=plpp_video
http://www.youtube.com/watch?v=_SQAsG78FNI&list=PLA311D9F9C62B0EB9&index=3&feature=plpp_video
http://www.youtube.com/watch?v=MySfFXoV0h4&list=PLA311D9F9C62B0EB9&index=4&feature=plpp_video
http://www.youtube.com/watch?v=a3hByDAPjdM&list=PLA311D9F9C62B0EB9&index=5&feature=plpp_video

Bei der Aufführung von Carmen waren wir leider nicht dabei. Das geforderte auswendig singen auf Französisch war uns zu stressig:
http://www.youtube.com/watch?v=9TtbpCe04XE

Auch an Carmina Burana kann man sich nochmals erinnern:
http://www.youtube.com/watch?v=yRj4A0F5XBY

Also, wenn Ihr Lust habt, einfach selber mal auf YouTube stöbern! Es gibt da viele schöne Konzerte, für uns schöne Erinnerungen, hin und wieder sind wir auch kurz zu sehen.

Viel Spass!

Sonntag, 11. November 2012

Sonderangebot! Hmmmh!


Heute waren wir wieder beim Einkaufen im "BigC". Vorräte auffüllen. In der Fischabteilung blieb der Blick an einer merkwürdigen Styroporkiste hängen. Trockene Blätter?

Das unangenehme am BigC ist der Lärm. Die Beschallungsanlage hat deutlich körperverletzende Dimensionen. Aber in einer Lärmpause merkte ich, dass aus der Kiste deutlich zirpende Geräusche kamen.  Grillen?
in der Tat. Erst jetzt viel das Auge auf das.große Plakat neben der Kiste.



Die zirpenden Sommerverkünder wurden als Knusper-Snack angeboten. Grillen zum Selbergrillen.

Wir haben dann zum Barbecue doch auf die guten alten Bratwürste zurück gegriffen. "Wat de Boer nit kennt...."




Freitag, 9. November 2012

Marktforschung

Die Plattform blogger.com, wo dieser Blog sein Zuhause hat, macht ja meinem Freund Günter immer wieder Probleme - oder besser die vietnamesische Zensur macht ihm Probleme und er kann Blogs, die dort gehostet sind, zeitweise nicht lesen. Und zwar nicht mal seinen eigenen Blog, den er dann zwar mit Beiträgen füttern kann, die er aber anschließend trotzdem von seinem Computer nicht sieht.
Die Plattform bietet aber außer der Veröffentlichung auch ganz interessante Werkzeuge zur Marktforschung an. So kann ich etwa sehen, dass der Beitrag über Mai Chau in den letzten 30 Tagen 54 mal angeschaut wurde.
Ob das nur deshalb war, weil er auch für verschiedene Leser nicht zu sehen war, bis ich ihn umformatiert hatte?
Die "täglichen Wunder" haben übrigens anscheinend einen solchen Erfolg, seiteden ein anderer Vietnam-Blogger, mein früherer CIM-Kollege David, in seinem Blog auf mich verwiesen hat. Er bloggt sehr professionell und interessant, sei also an dieser Stelle auch weiter empfohlen.
Weiter kann man sich anschauen, woher die lieben Leser kommen. Und ich stelle fest, das etwa die Niederlande ganz weit oben in der Liste stehen.
Merkwürdig. Dort kenne ich doch kaum jemanden? Oder ich sehe, dass es am 2.11. genau 152 Zugriffe auf den Blog gab.


Wieder merkwürdig. An dem Tag hab ich doch  gar nichts gemacht, oder?

Man kann aber auch externe Marktforschung betreiben, und nachschauen, welche Betriebssysteme die Leser auf ihren Computern haben. Windows überwiegt noch immer deutlich mit mehr als 80%.

Abgeschlagen ist der dumme Riese aus Redmond aber bereits bei den Browsern. Hier liegt der IE bei 27%, Firefox hat fast doppelt so viele Anhänger.

Fazit: Mit 834 Treffern in den letzten 30 Tagen brauch ich nicht das Gefühl zu haben, dass das alles niemand liest. Ich habe den Blog ja auch bewusst nicht bei den Suchmaschinen angemeldet, weil er gar nicht für alle Welt gedacht ist. Aber es ist doch ganz angenehm, auf diesem Wege mit so vielen Freunden und Verwandten im Kontakt zu sein.
Der eine Aufruf heute, das war aber nicht ich! Ich habe die Zählung der eigenen Zugriffe ausgeschaltet!

Montag, 5. November 2012

Neue Zeiten?

Neulich hatte ich die neue Zweigstelle der SEA-Bank am Hoan Kiem See gesehen. Ich traute meinen Augen nicht, wurde dort doch angeboten, dass man Currency Exchange am Geldautomaten haben könne.
Heute dachte ich, ich probiers mal aus. Ich hatte noch Euro, muss aber unsere Miete in Dollar bezahlen. Also nichts wie hin.
Doch meine Erwartungen wurden enttäuscht. Auf dem Bildschirm wird zwar die Eingabe von Euro als Ausgangswährung angeboten, doch schon diese Option war grau, es gibt sich nicht wirklich.
 Und als ich nebenan bei den netten Damen am Tresen fragte, bedauerten sie: „Sorry, we don’t sell US Dollar. Perhaps you go to ANZ Bank?“
Nun, die Bank kenne ich. Es ist immer wieder unsere Hauptbank wenn wir mit der Kreditkarte Geld abheben. (Wir haben eine Kreditkarte, bei der es weltweit gebührenfreies Bargeld gibt - abgesehen von den lokalen Bankgebühren.) Sie ist auch gleich um die Ecke.
Aber auch dort trug ich mein Anliegen vergeblich vor. „Sorry, we don’t sell US Dollar.“ Die staatliche Politik hat sich halt noch nicht geändert.
Doch schon während ich am Schalter stand, sah ich im Augenwinkel die Lösung des Problems: Eine schwarz gekleidete Vietnamesin, die mir mit dicken Geldbündeln winkte. „Euro to Dollar? No Problem!“ Natürlich war der Kurs nicht gut. 1:1.20 statt, wie es heute offiziell wäre 1:1.28. Aber keine weiteren Gebührenabzüge, keine Suche nach dem berühmten Juwelierladen, wo es in dritten Stock die große inoffizielle Wechselstube gibt (deren Kurs wohl auch nicht besser sein wird). Da hat man das das Problem doch schnell gelöst.
Hier bekommen schon die nächsten Ausländer ihr Geld -..
Aber so richtig ist Vietnam eben doch noch nicht in der modernen Zeit abgekommen, trotz der Millionen von Touristen, die inzwischen alljährlich das Land überfluten.
Der Ausflug zur SEA-Bank hatte trotzdem sein Gutes. Dahinter befindet sich der große Einkaufsmarkt von HAPRO, und dort gab es ungemahlenen Espresso-Kaffee. Nachdem Metro ihn aus dem Angebot genommen hat, werden so zum Glück die drohenden Entzugserscheinungen gebannt!

Samstag, 3. November 2012

Es weihnachtet schon wieder

Eigentlich ist das ja hierzulande gar kein Fest. Aber zur Umsatzförderung bei Metro ist es trotzdem willkommen!