Schon
lange stand die Einladung. Christian Oster, ein Deutscher der seit
vielen Jahren in Hanoi lebt., hier das Reisebüro HanoiKultour
betreibt und der Führer für alle deutschen VIPs ist (von Schröder
über Kölhler, Merkel oder Ackermann, alle Fotos hängen bei ihm an
der Wand) hatte uns bei einer Stadtführung eingeladen, doch mal zu
ihm aufs Land zu kommen, wo er mit seiner Familie
wohnt. Gestern war es endlich so weit.
Die
Tour ging zunächst über der Long Bien Brücke (die berühmte, von
Eiffel erbaute, die von dem Amerikanern nie ganz zerstört werden
konnte). Der Blick ging auf die Gartensiedungen unten, die ziemlich
unter Wasser standen. Der Rote Fluss führt Hochwasser!
Weiter
ging es, auf Schleichwegen per Fähre über einen Nebenarm des
Roten Flusses. Die Fähre hatte ziemlich mit der Strömung zu
kämpfen, wir mussten warten.
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| Die Fähre ist angekommen, Nix wie drauf! |
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| Fährmann! Hol über! |
Dann
ging es auf der Landstrasse nach Norden, am Flughafen rechts vorbei
und immer weiter. Dicht besiedelt, aber doch manchmal eher ländliche
Atmosphäre, mit Wasserbüffeln und Pferdewagen auf der Strasse.
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| In den Gassen von Song Cong |
Zuletzt
führte der Weg auf schmalen lehmigen Dämmen durch die Reisfelder,
dann war Christians ländliches Paradies erreicht. Er lebt dort mit
seiner vietnamesischen Frau Hanh, deren Tochter Vui und der
Schwiegermutter, die eigentlich Inhaberin de Bauerngehöfts ist.
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| Haus der Familie mit Umgriff - und ihre Reisfelder |
Die
Familie hat 1 Hektar Wohngrundstück, mit allem was man zum Leben
braucht (Bananen Enten, Hühner, Schweine, der Wasserbüffel, viele
Hunde und Katzen) und zwei Hektar Reisanbaufläche. Mehr könnte man
mit der kleinen Familie auch nicht bewirtschaften. Dort werden etwa
1000 kg Reis pro Jahr angepflanzt, gepflegt, geerntet, getrocknet und
dann selbst verspeist. Viel zum Verkaufen bleibt nicht.
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| Der Ententeich - die Enten waren fotoscheu |
Der
Spagat des Lebens zwischen der traditionellen Weise (Küche im
dunkelen Nebengebäude, mit offenem Feuer – aus der wir aber mit
den wunderbarsten Köstlichkeiten verwöhnt wurden) und dem nach
Christians Vorstellungen ausgebauten Wohnhaus, gefüllt mit Kunst und
gestaltet nach europäischem Geschmack war faszinierend zu erleben.
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| Blick über den Wirtschaftshof mit Wohnhaus der Schwiegermama |
Die Gastfreundschaft verband das beste aus beiden Welten, es hätte uns nicht besser gehen können! Vielen Dank auch an dieser Stelle! Es war besonders toll,
Hanh und Vui kennen zu lernen, sympatisch und liebenswert,
temperamentvoll und mit viel Humor!
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| Blick von der oberen Terrasse über die arbeitenden Nachbarn |
Am
Nachmittag gab es dann noch einen Ausflug in die Teefelder. Kundig
geführt auch hier lernten wir von Christian, wie hier der
traditionelle grüne Tee angebaut wird und schauten bei der Ernte zu.
Geerntet wird quasi permanent, pro Jahr jeder Busch 12 mal.
Der kleine Fluss daneben führe auch Hochwasser und bot Gelegenheit für Stimmungsfotos.
Dann aber mahnte eine Regendusche uns
zum Aufbruch. Die Mopeds konnten zeigen, wie gut sie im
Gelände sind.
Nach
einigen erfrischenden Gläsern Bia Hoi hatte der Regen erst mal
aufgehört, wir machten uns auf den Heimweg. Eine fast echte
thailändische Pagode unterwegs, mit Stupa-Turm, liegendem Buddha und
kleinem Teich haben wir auf dem Heimweg noch „mitgenommen“.
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| Die Romantik täuscht etwas. Die ganze Anlage ist ziemlich nagelneu! |
Dafür
kamen wir dann auf der Fahrt richtig ins Gewitter. Erst haben wir die
Autobahn in die falsche Richtung erwischt, konnten dann aber an einer
Baustelle umdrehen, und umleuchtet von Blitzen, umkracht vom Donner,
immer wieder mal kräftig geduscht schafften wir es grade noch nach
Hause, bevor die Wolken sich auch über Hanoi endgültig öffneten
und mal wieder alles unter Wasser setzten.
Es ist halt Regenzeit.
























