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| Das ist nur ein Ausschnitt der Landkarte - dies Land ist ziemlich ausgedehnt! |
Die Ankunft in Yangon war am späten Nachmittag. Ein netter Jüngling im Longji (so heißen hier die Wickelröcke der Männer) winkte uns freundlich durch die Glasscheiben. Er wartete auf uns, weil seine Firna und das “Visa on Arrival” organisiert hatte. Es klappte tatsächlich bestens, und er bekam sein Geld in baren Dollars, neue 100 US$-Scheine, wie gefordert, Internetbezahlung hatte seine Firma nicht angeboten, ich hätte es auch nicht gemacht. So hatte man doch eine gewisse Erfolgsgarantie: Wenn wir kein Visum bekommen hätten, hätte er auch kein Geld bekommen.
Der Jüngling zeigte uns dann noch den ATM, weil wir doch auch Landeswährung haben wollten, zeigte uns einen Schalter, wo man uns für 90.-Dollar eine SIM-Karte samt Handy anbieten wollte (für 30.- gab es dann nur die Karte, bei einem anderen Anbieter), und vermittelte ein Taxi, was natürlich nicht ohne heftige Preisverhandlungen unsererseits abging (schließlich, wie wir immer wieder sagen mussten auf dieser Reise, sind wir keine Europäer, obwohl wir so aussehen, sondern Vietnamesen, mit vietnamesischen Handelsgewohnheiten.)
Ein paar Worte vorneweg, zu den Ortsbezeichnungen und zum Namen. Yangon und Rangoon ist eigentlich das gleiche Wort, die ursprüngliche Bezeichnung in der Sprache der Barma klang wohl in den Ohren der englischen Kolonialherren so ähnlich wie Yangoon, was auf Englisch halt Rangoon ausgesprochen wurde. “R” und “Y” klingen da wohl sehr ähnlich. Daraus wurde dann wieder Yangon, als man es nicht mehr englisch aussprechen wollte. Ähnlich ist es mit Myanmar und Burma. Auch dies soll, auf burmesisch ausgesprochen, eigentlich gleich klingen. Das Volk heisst Barma (ausgesprochen mit einem sehr offenen “a”, was wir eher “oh” schreiben würden). Es kam im 9. Jahrhundert unter der Bezeichnung “ Mranma, Burman oder Bamar” in diese Region, )“M” wird wohl stimmlich hart ausgesprochen, klingt also wie ein “B”. Die von der Militärregierung eingeführte Schreibweise Myanmar versucht also nur, die Lautkombination wieder zu geben, die von den Engländern als “Buma” (mit weichem “B” und offenem “ö” verstanden und geschrieben wurde. Es ist eigentlich das gleiche Wort gemeint. Na ja, das englische “Burma” haben die Deutschen dann als Birma gehört und geschrieben und so ist die ganze Verwirrung entstanden. Oder auch aus der Tatsache, dass in Birma eine Schrift geschrieben wird, deren Buchstaben für uns keine Entsprechung haben. Im Original sieht es so aus:

Im Hotel wurde nur kurz eingecheckt, dann machten wir uns auf den Weg zur Shwedagon Pagoda. Es war ein lauer Abend geworden, angenehm nach der feuchten Kälte in Hanoi, und wir gingen zu Fuß. Erstaunlicherweise bieleb wir dabei die Einzigen, niemand sonst spazierte die breiten Straßen entlang, nun, die Shwedagon ist ja auch nicht im Stadtzentrum. Beim Gehen hieß es Aufpassen, die meisten Gullys mitten im Gehweg hatten keine Abdeckung!
Erst sind wir bei der gegenüberliegenden Maha Wizaya Pagoda gelandet, und waren ersten Mal mit dieser Regelung konfrontiert, dass man schon beim Betreten des Hofes um den Tempel die Schuhe ausziehen muss, wie dreckig auch immer dieser sein mag.
Hier allerdings wurde grade sauber gemacht. Es war Tempelreinigungstag, und eine lange Reihe von Gläubigen, mit Wischkoddern bewaffnet, umrundete den Tempelbau, streng beaufsichtigt von einer Respektsperson und einige professioneller Reiniger im Schlepptau, die dann den Dreck noch weg räumten, den die “Karawane” übrig gelassen hatte.
Jenseits der Strasse rief dann die riesige und berühmte Shwedagon. Schon der Aufstieg über ein langes Treppenhaus war Tempelgelände (also barfuss zu begehen), Händler rechts und links boten Devotionalien und Souvenirs an.
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| Außenansicht des Treppenhauses hinauf zur Shwedagon |
Auch Eintritt mussten wir zahlen, obwohl es schon spät am Abend war.
Die Pagode selber haben wir langsam umrundet, auch hier immer wieder von der Putzkolone auf die Seite gedrängt. Die Pracht der riesigen Stupa (deren Diamantenschmuck wir nicht wirklich erkennen konnten),
die friedlich flanierenden Gläubigen (und wenigen Touristen um diese Zeit),
die Opfernden und Buddha-Figuren Waschenden vor den unzähligen Schreinen,
alles dies summierte sich zu einer eigenartigen, fremdartig friedlichen und Ruhe überströmenden Stimmung, auch etwas wie im Märchen.
Die Ruhe der vielen Buddhas war ansteckend. (Oder waren wir einfach müde?)
Für den Rückweg nahmen wir uns dann ein Taxi, offene Kneipen sahen wir keine mehr, so wurde der Abend im Hotelzimmer mit den Verzehr unserer Vorräte aus Hanoi beschlossen, bevor wir ins Bett eilten. Das Taxi zum Flughafen war auf kurz nach 5 bestellt...








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