Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Freitag, 24. Juli 2009

Die Vorbereitung

„Die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) ist das Trainingszentrum für Internationale Personalentwicklung der Inwent.“ So steht es auf der Website http://www.inwent.org/vez/index.php.de.

Gleichzeitig mit uns wurden dort bis zu über 100 Leute auf einen EZ-Einsatz in einem der vielen Entwicklungsländer vorbereitet. Vor allem waren es Ehepaare, viele auch mit (kleinen) kindern, die Sprachen lernen wollten, Interkulturelle Kommunikation, Gründzüge der Entwicklungszusammen- arbeitspolitik usw.. Die Bildungsstätte liegt wunderschön, einem großen Parkgrundstück am Rhein, im Zentrum eine schlossartige alte „Villa“.

Wir waren so gegen 02.20 angekommen, also noch etwas verschlafen, als wir am Morgen des 29.06. unseren Sprachkurs Vietnamesisch aufsuchten. Wir trafen ein weiteres Ehepaar, die schon seit einigen Wochen dort waren um sich zu bilden, und die fast gleichzeitig mit uns auch nach Hanoi gehen würden. Vera und Günther haben aber schon mehrere EZ-Einsätze in verschiedenen Ländern Osteuropas hinter sich. Günther ist wie Elena MAP (Mitausreisender Partner), Vera ist Bankerin, spezialisiert auf HRD (Human Resource Development. ( Ja auch das beginnt: Die unendliche Verwendung von Abkürzungen und Akronymen, das ist in dieser Welt so üblich, angefangen bei der „EZ“.

Unser Lehrer,Tuan, ist schon seit vielen Jahren in Deutschland und hat offensichtlich auch eine reiche Erfahrung darin, Anfängern wie uns in 5 Tagen die Grundzüge der vietnamesischen Sprache beizubringen. Er stellt uns die wichtigsten Vokabeln, vor allem aber die (zumindest auf diesem Niveau) sehr einfache Grammatik vor, die mit ganz schematischem Satzaufbau, ohne Fälle und ohne Zeiten auskommt. Dafür kommt es auf die Aussprache der einzelnen Vokale an, die durch diverse Zeichen über und unter den Vokalen angezeigt wird. Von bâ bis bá gibt es so mindestens 5 verschiedene Betonungen mit völlig unterschiedlichen Wortbedeutungen. Zudem lernen wir, dass die Höflichkeit eine großte Rolle spielt, weshalb man genau wissen muss, ob der Gegenüber älter oder jünger ist.

Nebenher bereitet uns Tuan vorsichtig darauf vor, dass wir in ein heißes Land kommen werden. Als es wirklich mal fast 30 Grad hat, meint er, das wäre in Hanoi doch mal ein schöner Frühlingstag. Er sollte Recht behalten!

In den Pausen organisieren wir Elenas noch fehlende Impfung, bringen unsere letzten Möbel in Mischas Wohnung in Köln und kaufen uns richtig gute Motorradhelme.

Am Wochenende gibt es für uns erst mal niemanden zu besuchen, so machen wir ein Dampferfahrt auf dem Rhein, in das ganz süße Städtchen Linz.

Und am Sonntag geht es nach Düsseldorf, wo eine Bekannte von Elena aus Wolgograd verheiratet ist. Wir bummeln einfach etwas durch die Stadt und am Rhein entlang.

Die nächste Woche steht im Zeichen der Landeskundlichen Vorbereitung: 2,5 Tage interkulturelle Kommunikation und 2,5 Tage Landeskunde Vietnam, ein Abend noch für die sog. Alltagsberatung. Alle diese Aktivitäten werden von sehr guten und kompetenten Trainern/Dozenten gestaltet und wir lernen viel Neues und Wichtiges: Über Hierarchiedenken, über Konfliktbewältigung, über Geschichte und politische Gegenwart, über Essen, Trinken, Sitten und Gebräuche. Eine prall gefüllte und interessante Woche!

Dann ergibt sich am Wochenende noch der Besuch einer Freundin aus früheren Tagen, Heddu, ein Einkaufsbummel in Bonn und noch eine Fahrt nach Düsseldorf, diesmal um Elenas Neffen Igor mit seiner Frau Katja zu treffen. Wir wandern über die „Französische Woche“ und lassen es uns beim Altbier gut gehen.

Die letzten Tage in Bad Honnef brechen an mit 2 Tagen über die Grundzüge uns Rahmenbedingungen der deutschen (und internationalen) Entwicklungspolitik. Wieder ein Parforceritt, unter Betonung der Millionen von Abkürzungen, die in diesem Fachgebiet üblich sind. Abends wird der Koffer Probe gepackt und erweis sich als fast 10 kg schwer (was bei meiner Malaysia Airline etwa 560.- € kosten würde. Schnell wird in Köln noch ein kleinerer Koffer besorgt und auch dieses Problem ist gelöst.

Damit ist aber diese Intensivzeit auch schon wieder vorbei. Am Mittwoch, 15.07. brechen wir früh auf in Richtung Flughafen Frankfurt – nicht ohne unterwegs bei einer Bank 1300 $ zu erstehen, weil man die nach unseren Informationen für den Abschluss eines Mietvertrags braucht.

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