Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Der erste große Regen

Laut offiziellem Klima ist in Hanoi derzeit Regenzeit. Juni und Juli warten mit folgender Konstellation auf: Warm und viel Regen.

Tatsächlich hatten wir bisher kaum Regen, und eine völlig untypische Periode trockener Hitze, mit Temperaturen über 40° bei einer Tagesluftfeuchtigkeit unter 40%. Das Wasser wurde knapp, die Staudämme der Kraftwerke leerer. Stromausfälle (mit Ausfällen der Klimaanlagen) nahmen zu.

Dann kam gestern der Regen. Kurz vor 7.00 wurden wir vom Donner und den wie aus Eimern vom Himmel stürzenden Wassermassen vor unseren Fenstern geweckt. Ein Blick zeigte einen fast schon überlaufenden Pool, in dem herrenlos der Reinigungsschlauch herumschwam: Die Reinigungsfrau hatte wohl sehr fluchtartig ihren Arbeitsplatz verlassen.
Es regnete, nein, es schüttete etwa 2-3 Stunden, dann kam bald wieder die Sonne raus. Aber dies reichte aus, um kurzfristig unseren Garten völlig unter Wasser zu setzen, ebenso die Pho Doi Can, also die Strasse, auf der ich normalerweise zur Arbeit fahre.

Zur Arbeit musste ich also einen Umweg nehmen, und auch bei meiner Hochschule stand der Hof und noch so einiges unter Wasser. Der Zugang zu meinem Büro (zum Glück im 2. OG) war nur über einen Umweg möglich.
Gegen Abend war nur noch ein kleiner Teil der Doi Can überschwemmt, aber für mich ausreichend, um wieder den Umweg zu nehmen. Vielleicht würde es sogar Spaß machen, mit dem Roller durch das Wasser zu pflügen, aber zu viele Andere scheitern bei dem Versuch, und stehen dann bis an die Knie im Dreckswasser mit ihrem abgesoffenen Motor. Zudem weiß man ja nie, was sich unter der Wasseroberfläche verbirgt. Gullydeckel werden gerne mal von den gefluteten Kanalisationsleitungen nach oben gedrückt und weg geschwämmt, was die Chancen eines Moto-Fahrers auf ein richtiges Bad in der Brühe deutlich verbessert. Und die flächendeckend geplante Verlegung neuer Teerdecken wird überall vorsorglich angekündigt, indem man alle die Anschlüsse in die Unterwelt (Gullys und Ventile) etwa 5-10 Zentimeter höher legt. In der trockenen Strasse sieht man das rechtzeitig, aber unter Wasser?
Natürlich haben wir die wichtigsten Blicke dokumentiert. Das Picasa-Album ist hier:

1 Kommentar:

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