Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Regenwasser


Manchmal regnet es in Hanoi. Manchmal regnet es sogar ziemlich heftig. So waren für heute etwa 30mm vorhergesagt. Das meiste davon ist wohl zwischen 11.00 und 12.00 runter gekommen und mal wieder stand alles unter Wasser. Unsere Studenten brauchten die „Amphibien-Motos“ um zum Parkplatz durchzudringen, im Erdgeschoss des Hauses stand das Wasser knöcheltief.
Dieses viele und gern spontan auftretende Wasser soll natürlich möglichst schnell im Untergrund verschwinden. Unter den Hauptstraßen gibt es wohl große Kanalisationsrohre, die es auch innerhalb weniger Stunden verschlucken. (Bis dahin braucht man die „Amphi-Motos“, bei denen der Motor auch unter Wasser nicht ausgeht. Wenn ich mit meinem nicht zu langsam fahre, also richtig durchpflüge, dann hat es auch diese Qualität.)
Auch in den kleinen Gassen, wie sie zu unserem Haus führen, steht das Wasser natürlich, wenn der Kanal nicht funktioniert. Hier ist es ein echter Kanal, der etwa in der Mitte der Gassen direkt unter der Oberfläche verlegt und mittels Betonplatten abgedeckt ist. Man sieht diese Platten besonders dann, wenn eine kaputt ist – die Weiterfahrt wäre etwas behindert, wenn man mit dem Vorderrad rein fahren würde.
In den letzten Wochen wurden auf meiner Heimfahrstrecke diese Kanäle gesäubert. Alle paar Meter wurden die Betonplatten mit Presslufthammer und großen Stemmeisen hoch gewuchtet, dann wurde darunter mit Gabeln und Pumpen der feste und flüssige Dreck der letzten Jahre (?) heraus geholt und mit Handkarren weg gebracht. Eine ziemlich ekelige Angelegenheit, geruchsmäßig und so. Nachdem die Platten wieder zurück gelegt waren, zeigten sich ziemliche Löcher und Fugen (etwa 8-10 cm Breite), die Platten drohten teilweise in die Kanäle zu fallen. Klar, man hatte sie ja auch mit dem Presslufthammer gelockert um sie heraus zu heben, da hatten manche etwas Schaden genommen. Da auch diese Straßenbeschaffenheit nicht besonders erfreulich ist (wer ist schon mal mit dem Motorrad in eine tiefe, 10cm breite Fuge gekommen?) sannen die guten Anwohner auf Abhilfe. Plötzlich war vor jedem Haus jemand dabei, die Fugen mit Zement zu schließen. Bei laufendem Verkehr war das nicht immer ganz einfach, und bis zum Festwerden des Zements wurden dann halt alle möglichen Markierungen angebracht um zu verhindern, dass jemand durch den weichen Zement fuhr. 
Der Kanal war also sauber als dann heute mal wieder der Regen kam. Es zeigte sich, dass die Fugen, in begrenzter Breite und vor allem wenn sie quer zur Fahrtrichtung verlaufen, durchaus eine Funktion haben: Dadurch soll nämlich das Wasser in den Kanal kommen.
Diese Fugen waren nun aber zu zementiert. 
Schade eigentlich.

2 Kommentare:

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