Eines der Ziele, die man als Bildungstourist besucht haben „muss“, ist Hue, die in Zentralvietnam gelegene sogenannte Kaiserstadt. Sie wird so genannt, weil im Jahr 1802 Nguyen Anh für sein Geschlecht der Nguyen dort den Regierungssitz der vietnamesischen Herrscherfamilie etabliert hatte. Vorangegangen war ein Jahrzehnte langer Bürgerkrieg, in dem er letztlich mit portugiesischer und französischer Hilfe gegen das Hanoier Herrschergeschlecht der Trinh die Oberhand behalten hatte. Er ließ sich zum Kaiser Gia Long krönen und baute Hue als Konkurrenz und Kopie Hanois auf. Seit 1860 wurde Vietnam aber zunehemnd als französische Kolonie verwaltet, die Franzosen hatten Danang und auch Hue bei ihren Eroberungen nicht wenig bombardiert. Die Herrscher von Hue waren von Frankreichs Gnaden geduldet, um dem vietnamesischen Volk die kulturelle Identifikation zu belassen – wenn sie es wagten, sich „national“ zu engagieren, dann wurden sie abgesetzt und in die Verbannung geschickt. Dann war 1945 die Herrlichkeit endgültig vorbei als Ho Chi Minh die Revolution durchsetzte und den Kaiser zum Abdanken zwang.
Unklar ist mir eigentlich, warum hier immer von Kaisern die Rede ist – das Reich bestand ja auch zu seinen besten Zeiten nicht wirklich aus mehreren Königreichen. In Hue war es wohl vor allem der Wunsch, sich mit den Kaisern von China auf eine Stufe zu stellen – weshalb man auch das dortige Hofzeremoniell und die Anlage der Kaiserstadt direkt kopierte.
Hue lag knapp südlich der sogenannten Demilitarisierten Zone, die von den Alliierten bei der Konferenz von Potsdam festgelegt wurde, um Vietnam zu einem geteilten Land zu machen, unmittelbar am 17. Breitengrad. Das Gebiet wurde später, während des Vietnamkrieges, zur höchst-militarisierten Zone der Erde, alle Kämpfe, Bombardierungen, Belagerungen und „Befreiungen“ haben hier ihre Spuren eingegraben. Im Zuge der Tet-Offensive 1968 hatten die Nordvietnamesen Hue kurzzeitig erobert, die Amerikaner „halfen“ dann den Südvietnamesen bei der „Rückbefreiung“, wobei durch heftigste Bombardierung auch der ehemals kaiserlichen „Verbotenen Stadt“, gerne auch mit Napalm, eigentlich fast alles kurz und klein geschlagen wurde, was da „befreit werden sollte“. 1975 eroberten die Truppen Nordvietnams die Stadt dann endgültig zurück.
Wegen der Nähe der sog. DMZ gibt es neben dem Kulturtourismus in der Stadt auch den „Veteranen-Tourismus“. Viele Touren zu den aus der damaligen Kriegsberichterstattung bekannten Kampfstätten werden von hier aus organisiert. Aber laut Reiseführer gibt es eigentlich fast nichts mehr zu sehen (wenn man es vermeidet, in den noch immer verminten Landstrichen spazieren zu gehen). Lediglich eines der berühmten unterirdischen Dörfer wird gezeigt, wo sich die verbliebene Bevölkerung von Vinh Moc gemeinsam mit den nordvietnamesischen Soldaten vor den amerikanischen Bomben versteckte. Wir haben auf diese Fahrt verzichtet, es wären doch fast 80 Kilometer (einfache Strecke) gewesen.
Eigentlich hatten wir ja mal den berühmten Nachtzug ausprobieren wollen, um im „Luxusabteil“ in 13 Stunden nach Hue zu kommen. Aber als wir nachfragten, gab es keine Tickets mehr (langes Wochenende vom 30.04. bis 03.05.) Auch die „Schlafbusse“ (im Volksmund „fahrende Särge“ genannt) waren ausgebucht. So sind wir doch wieder mit unserer altbekannten Vietnam Airlines geflogen. In Hue haben wir uns dann wieder den obligaten Roller gemietet, um nicht nur in der Stadt sondern auch im Umland beweglich zu sein.
Besichtigt wurde natürlich die „Zitadelle“, die Kaiserstadt in der Zitadelle und die „Verbotene Stadt“ (oder was davon übrig ist) als Zitadelle in der Zitadelle: Das prachtvolle Mittagstor, die Zeremonienhalle („Halle der Höchsten Harmonie“, einige Familientempel, die Wohnhäuser der Kaisermütter, die Parkanlagen, einige weitere Pavillons und das (leider ziemlich schlecht erhaltene und nicht zugängliche) kaiserliche Theater.
Weitere Gebäude werden gerade wieder aufgebaut. Hier traf man natürlich Unmengen von Touristen, hier durfte man sich eine Runde Elefantenreiten kaufen.
Trotzdem kann man sehr schöne Bauwerke, hübsche kleine Palastgebäude, wunderschöne Parks mit viel Wasser und am Abend eine friedliche, geruhsame Stimmung genießen.
Viele Fotos aus der Kaiserzeit konnten aber die Hofhaltung in ihrer Prachtentfaltung nicht wirklich vorstellbar machen.
Es war ja auch schon damals anachronistisch, und der letzte Kaiser, Bao Dai baute sich in seiner Verbotenen Stadt einen eigenen Tennisplatz. Ob er dort mit seinen Eunuchen gespielt hat? (den Tennisplatz gibt es noch immer – oder wieder.)
Weitere Gebäude werden gerade wieder aufgebaut. Hier traf man natürlich Unmengen von Touristen, hier durfte man sich eine Runde Elefantenreiten kaufen.
Trotzdem kann man sehr schöne Bauwerke, hübsche kleine Palastgebäude, wunderschöne Parks mit viel Wasser und am Abend eine friedliche, geruhsame Stimmung genießen.
Viele Fotos aus der Kaiserzeit konnten aber die Hofhaltung in ihrer Prachtentfaltung nicht wirklich vorstellbar machen.
Es war ja auch schon damals anachronistisch, und der letzte Kaiser, Bao Dai baute sich in seiner Verbotenen Stadt einen eigenen Tennisplatz. Ob er dort mit seinen Eunuchen gespielt hat? (den Tennisplatz gibt es noch immer – oder wieder.)
Einen Tag verbrachten wir mit Fahrten in die Umgebung: Die „Tierkampf-Arena“ Ho Quyen (Elefanten sollten zur Belustigung des Hofstaats gegen Tiger kämpfen), den kleinen Tempelschrein zur Erinnerung an den Lieblingselefanten des Kaisers Gia Long, vor allem aber die drei Grabstätten von Tu Duc (1847-1883), Minh Mang (1820-1841), Khai Dinh (1916-1925).
Diese sehr liebevoll angelegten Stätten waren eigentlich Landsitze, die von den Kaisern eingerichtet wurden um sich dort zu erholen.
Deshalb gibt es schöne Parks, Teichlandschaften und prachtvolle Wohnpavillons. Es waren aber gleichzeitig auch bereits zu Lebzeiten nach dem Muster der chinesischen Ming-Gräber errichtete Grabstätten, und im hinteren Bereich, nach dem Ehrenhof, dem Stelenpavillon und dem kaiserlichen Pavillon, der seit dem Tod des Kaisers als Tempel für Ahnenopfer genutzt wird, ist dann tatsächlich der eigentliche Begräbnisbereich.
Die Anlagen von Tu Duc und Minh Mang sind hier sehr ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Parkkonzeptionen. Tu Duc ist aus meiner Sicht die schönere und geruhsamere Anlage, mit dem rauschenden Pinienwald und den zirpenden Grillen.
Der vorletzte Kaiser Kha Dinh hat sich dann im 20. Jahrhundert eine Anlage errichtet, die ohne Park auf einem Hügel liegt und eine einzigartige Mischung von asiatischen und europäischen Bau-und Dekorationselementen darstellt. Man muss es nicht schön finden, und der Kitschfaktor übertrifft Neuschwanstein bei weitem. Aber es ist in sich irgendwie stimmig und trotzdem sehenswert. Weitere Grabstätten haben wir einfach nicht geschafft – zu heiß und zu müde…
Diese sehr liebevoll angelegten Stätten waren eigentlich Landsitze, die von den Kaisern eingerichtet wurden um sich dort zu erholen.
Deshalb gibt es schöne Parks, Teichlandschaften und prachtvolle Wohnpavillons. Es waren aber gleichzeitig auch bereits zu Lebzeiten nach dem Muster der chinesischen Ming-Gräber errichtete Grabstätten, und im hinteren Bereich, nach dem Ehrenhof, dem Stelenpavillon und dem kaiserlichen Pavillon, der seit dem Tod des Kaisers als Tempel für Ahnenopfer genutzt wird, ist dann tatsächlich der eigentliche Begräbnisbereich.
Die Anlagen von Tu Duc und Minh Mang sind hier sehr ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Parkkonzeptionen. Tu Duc ist aus meiner Sicht die schönere und geruhsamere Anlage, mit dem rauschenden Pinienwald und den zirpenden Grillen.
Der vorletzte Kaiser Kha Dinh hat sich dann im 20. Jahrhundert eine Anlage errichtet, die ohne Park auf einem Hügel liegt und eine einzigartige Mischung von asiatischen und europäischen Bau-und Dekorationselementen darstellt. Man muss es nicht schön finden, und der Kitschfaktor übertrifft Neuschwanstein bei weitem. Aber es ist in sich irgendwie stimmig und trotzdem sehenswert. Weitere Grabstätten haben wir einfach nicht geschafft – zu heiß und zu müde…
Das Zweite, was man in Hue zu besichtigen hat, sind die „Pagodas“: Buddhistische und andere Tempel mit teilweise berühmter Geschichte.
Die Tu Dam Pagode, in der uns erstmals ein Mönch zu missionieren versuchte („Könnt Ihr diese Geschichte mit der Auferstehung wirklich glauben?“) ist bekannt als der Ort, an dem 1951 die vereinigte buddhistische „Kirche“ Vietnams gegründet wurde.
Die Bao Quoc Pagode ist ein idyllischer Ort, an dem sich eine Mönchsschule und verschiedene Grabmale von Mitgliedern des Hofstaats um eine hübsches Tempelgebäude mit einem zauberhaften Innenhof gruppieren.
Die Dieu Te Pagode in der ehemaligen Chinesenstadt galt in den 50er und 60er Jahren als Brutstätte der Revolution und wurde 1966 von Diems Truppen gestürmt und ausgeräumt. Unter anderem war ein revolutionärer Radiosender betrieben worden.
Wir erlebten dort vier kleine Mönchsschüler (etwa 10 bis 14 Jahre alt), deren ehrenvolle Aufgabe es war, das Abendgebet zu zelebrieren (was sie, unterbrochen von einigem Kichern über uns als einziger „Gemeinde“) auch gewissenhaft absolvierten.
Die etwas außerhalb gelegene Thien Mu Pagode, mit dem berühmten 7-stufigen Turm (Sinnbild der 7 Inkarnationen von Lord Buddha) ist auch Heimat eines Mönchsklosters, aus dem ein Mönch besondere Berühmtheit erlangte: Tich Quang Duc, der 1963 nach Saigon fuhr, um sich dort aus Protest gegen die Religionsunterdrückung durch die Regierung Diem selbst zu verbrennen. (Der alte Austin, mit dem er dorthin gefahren ist, wird als „Reliquie“ im Kloster ausgestellt, die Bilder gingen damals um die Welt, auch als „Entlarvung“ des südvietnamesischen Diem-Regimes.) Die Legende des Ortes ist, dass dem Nguyen Anh an dieser Stelle eine Sendbotin der Götter in Gestalt einer alten Frau ("Thien Mu") erschien und ihm weißsagte, er werde Kaiser werden und solle an der Stelle, an der heute Hue liegt, seine Kaiserstadt errichten.
Nach diesem Besuch fuhren wir dann noch weiter den Fluss entlang, entdeckten die Reste der früheren Universität (wirklich nur eine schwache Kopie der Van Mieu in Hanoi,
die Huyen Khong Pagode, die gerade mit viel Aufwand erneuert wird und machten Rast auf dem Schulhof einer katholischen Kirche. Es war interessant, in der Kirche teilweise die gleichen rituellen Geräte zu entdecken, wie in den buddhistischen Pagoden.
Die Tu Dam Pagode, in der uns erstmals ein Mönch zu missionieren versuchte („Könnt Ihr diese Geschichte mit der Auferstehung wirklich glauben?“) ist bekannt als der Ort, an dem 1951 die vereinigte buddhistische „Kirche“ Vietnams gegründet wurde.
Die Bao Quoc Pagode ist ein idyllischer Ort, an dem sich eine Mönchsschule und verschiedene Grabmale von Mitgliedern des Hofstaats um eine hübsches Tempelgebäude mit einem zauberhaften Innenhof gruppieren.
Die Dieu Te Pagode in der ehemaligen Chinesenstadt galt in den 50er und 60er Jahren als Brutstätte der Revolution und wurde 1966 von Diems Truppen gestürmt und ausgeräumt. Unter anderem war ein revolutionärer Radiosender betrieben worden.
Wir erlebten dort vier kleine Mönchsschüler (etwa 10 bis 14 Jahre alt), deren ehrenvolle Aufgabe es war, das Abendgebet zu zelebrieren (was sie, unterbrochen von einigem Kichern über uns als einziger „Gemeinde“) auch gewissenhaft absolvierten.
Die etwas außerhalb gelegene Thien Mu Pagode, mit dem berühmten 7-stufigen Turm (Sinnbild der 7 Inkarnationen von Lord Buddha) ist auch Heimat eines Mönchsklosters, aus dem ein Mönch besondere Berühmtheit erlangte: Tich Quang Duc, der 1963 nach Saigon fuhr, um sich dort aus Protest gegen die Religionsunterdrückung durch die Regierung Diem selbst zu verbrennen. (Der alte Austin, mit dem er dorthin gefahren ist, wird als „Reliquie“ im Kloster ausgestellt, die Bilder gingen damals um die Welt, auch als „Entlarvung“ des südvietnamesischen Diem-Regimes.) Die Legende des Ortes ist, dass dem Nguyen Anh an dieser Stelle eine Sendbotin der Götter in Gestalt einer alten Frau ("Thien Mu") erschien und ihm weißsagte, er werde Kaiser werden und solle an der Stelle, an der heute Hue liegt, seine Kaiserstadt errichten.
Nach diesem Besuch fuhren wir dann noch weiter den Fluss entlang, entdeckten die Reste der früheren Universität (wirklich nur eine schwache Kopie der Van Mieu in Hanoi,
die Huyen Khong Pagode, die gerade mit viel Aufwand erneuert wird und machten Rast auf dem Schulhof einer katholischen Kirche. Es war interessant, in der Kirche teilweise die gleichen rituellen Geräte zu entdecken, wie in den buddhistischen Pagoden.
Nicht zuletzt ist Hue auch die Stadt Ho Chi Minhs, der sich hier noch Cung nannte. Hier hat er die Schulen besucht, (zwei echte Eliteschulen, die wohl auch von den Franzosen sehr gefördert wurden).
In dem Dorf Duong, nur unweit der Stadt zeigt man auch das Wohnhaus seiner Mutter, natürlich ein sehr proletarisch-einfaches Bauernholzhaus in einem netten kleinen Nutzgarten. Wenn man in Vietnam ist, muss man einfach auch etwas auf seinen Spuren wandeln…
Das hier Beschriebene war schon wieder ein ziemlich volles Programm für die drei heißen Tage in Hue, daneben haben wir noch den Hauptmarkt besucht und sind einfach in der Strassen der Altstadt (innerhalb der Zitadelle) spazieren gefahren:
Hübsche Alleen, niedrige Häuser, immer wieder mal ein Kanal oder ein verkrauteter See, in dem natürlich geangelt wird. Es ist wohl dieser Eindruck, der Hue als etwas verschlafene Provinzstadt erscheinen lässt. Auch durch den Fluss („Fluss der Wohlgerüche“ eigentlich „Duftfluss“) ist sie trotz der Kriegszerstörungen, die man weitestgehend beseitigt hat, eine wirklich schöne Stadt.
Hübsche Alleen, niedrige Häuser, immer wieder mal ein Kanal oder ein verkrauteter See, in dem natürlich geangelt wird. Es ist wohl dieser Eindruck, der Hue als etwas verschlafene Provinzstadt erscheinen lässt. Auch durch den Fluss („Fluss der Wohlgerüche“ eigentlich „Duftfluss“) ist sie trotz der Kriegszerstörungen, die man weitestgehend beseitigt hat, eine wirklich schöne Stadt.
Von einem Cyclo-Fahrer ließen wir uns am letzten Nachmittag noch in den sog. An Dinh Palast bringen. Ein kleines, teilweise dem Barock nachempfundenes Stadtschloss, das sich der letzte Kaiser, Bao Dai, (in weiser Vorahnung?) bauen ließ, und das er dann nach seiner Abdankung 1945 für 2 Jahre als Domizil nutzte, bevor er nach Frankreich emigrierte.
Seine Mutter lebte wohl bis zu ihrem Tode dort. Das Haus wurde danach viele Jahre als Mehrfamilienhaus genutzt, jetzt wird es sein einigen Jahren mit tatkräftiger Unterstützung durch deutsche Kunsthistoriker und Restaurateure wieder hergerichtet. Das Theater, dessen Fundamente im Park gezeigt werden, wird man aber wohl nicht wieder aufbauen.
Seine Mutter lebte wohl bis zu ihrem Tode dort. Das Haus wurde danach viele Jahre als Mehrfamilienhaus genutzt, jetzt wird es sein einigen Jahren mit tatkräftiger Unterstützung durch deutsche Kunsthistoriker und Restaurateure wieder hergerichtet. Das Theater, dessen Fundamente im Park gezeigt werden, wird man aber wohl nicht wieder aufbauen.
Dass dieser letzte Kaiser unbedingt ein Theater an seiner letzten Residenz haben musste – ist das symptomatisch? Eigentlich war diese ganze Kaiserregierung (zumindest der „zweite Zyklus“ ab 1883) ja eine ziemliche Theaterveranstaltung. Aber das spielende Ensemble bekam hier, in dem letzten kleinen Schlösschen, irgendwie menschliche Züge.
Die Deckenmalereien in An Dinh erinnerten mich ganz erstaunlich an „unser“ Gut Innis in Estland. Der Hausherr, seine Mutter, die Großeltern und Kinder waren auf vielen schlichten Fotos zu sehen, es war eigentlich eine ganz normale, wohlhabende vietnamesische Familie mit einer stark verblichenen Geschichte.






















Auch diesmal stelle ich wieder fest, daß die Vietnamesen ein glückliches Volk sind, da sie ohne großes Gejammere ihr Land nach dem grauenhaften Krieg wieder aufgebaut und dabei die Ideologie beiseite gelassen haben. Nach den Berichten zu schließen, öffnet sich das ganze Land wie eine Blume - ganz anders als Korea, das immer noch unnatürlich zerteilt zu keinem Frieden findet. Ich hoffe, daß wir diese Wiedervereinigung auch noch erleben können.
AntwortenLöschenWenn Du nach einem besonders erstaunlichen Theater suchst, mußt Du den Amazonas hochfahren zur "Gummistadt" Manaus. Dort regnet es auch noch mehr als an jedem Ort in Vietnam!
Dank Dir für diesen Bericht!
D.M.
Hallo Michael und vielen Dank für Deinen Kommentar!
AntwortenLöschenGanz ohne Ideologie allerdings? Immerhin haben wir hier noch immer die Ein-Parteienherrschaft einer KP, und es gibt solche netten Dinge wie Zensur, gesperrte Internetadressen etc. Und nach 1975 gab es Umerziehungslager, Enteignungen und "Landreformen" wie in jedem kommunistischen Land.
Richtig ist aber wohl auch, dass jedenfalls seit Doi Moi das Ganze sehr pragmatisch geworden ist, vermutlich weil der auf 1000 Jahre und mehr zurückblickende Nationalismus und Nationalstolz die stärkeren Motivatoren sind.
Lieber Jowi,
AntwortenLöschenwann habt ihr mal Kaffee getrunken, das Programm hört sich voller an als eine Studiosus-Kulturreise jemals sein kann. So wie wenn ihr kurz nach 6 Uhr morgens zum ersten Sightseeing-Point aufgebrochen wäret....Danke für den informativen Bericht und die schönen Fotos!
Juliane
Keine Sorge, liebe Juliane! War gar nicht so schlimm. Obwohl wir schon versucht haben, vor 8.00 beim Frühstück zu sein, um nicht sofort von der Hitze erschlagen zu werden. Den Abend konnte man dann im "Floating Restaurant" geruhsam und nicht zu spät beschließen. Und mir macht ja noch immer des Rollerfahren einfach Spass.
AntwortenLöschenZudem haben wir uns, gerade weil wir eigenmotorisiert unterwegs waren, an den einzelnen Plätzen auch viel Zeit nehmen können, das war besonders in den Grabesanlagen sehr schön und erholsam.