Das größte Fest des vietnamesischen Jahres kommt unaufhaltsam näher: Tet! Am 14. Februar wird es so weit sein, dass wir in das Zeichen des Tigers kommen.
Und wenn man in Deutschland schon manchmal stöhnt, dass in der Vorweihnachtszeit alles so stressig ist – hier ist es noch viel heftiger. Weil anscheinend wirklich über die Feiertage alles still steht, sogar Geschäfte und Kneipen geschlossen werden, ist nun die totale Einkaufswut ausgebrochen, sowohl für Essen und Haushaltsbedarf als auch, noch viel mehr, für die unvermeidlichen Geschenke, die mit mehr oder weniger symbolischem Wert möglichst weiträumig verteilt werden müssen. (Das Foto oben im Blog-Header zeigt so ein Angebot an "Tet-Ramsch" bei unserem oft besuchten Großmarkt "Big C".) Und das „Chuc muc nam Moi“ (Wünsche gutes Neues Jahr) wird fast zum Schlachtruf.
Als wir am vergangenen Wochenende eine Fahrradtour unternommen haben, wurde ein anderer Aspekt des bevorstehenden Festes unübersehbar: Die Tet-Bäumchen. Seit Monaten werden sie von den Gärtnereien gezüchtet (schon bei meiner Weihnachtsbaumsuche war alles voll davon), jetzt werden sie kreuz und quer in die Stadt verkauft und natürlich von den Xe Om Fahrern geliefert. Lauter allerliebste Bäumchen über und über mit orangenen Früchten, die aussehen wir Mandarinen aber wohl eine Sorte Bitterorangen sind. Es sieht oft schon sehr ähnlich aus mit unseren Weihnachtsmannkarikaturen, was da auf der Straße passiert.
Wir fanden es so lustig, dass wir eine ganze Serie festgehalten haben. Ihr findet sie hier bei Picasa.
Übrigens:
Übrigens:
Nach der Legende war der chinesische Kaiser Huang Di der Erfinder des chinesischen (und vietnamesischen) Mondkalenders – im Jahre 2637 vor Christus. Demnach beginnt am 14. Februar unserer Zeitrechnung nicht nur das Jahr des Tigers, sondern auch das Mondjahr 4708. Andere Legenden sehen das etwas anders, es kann danach auch das Jahr 4707 oder 4647 sein.
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