Leben und Arbeiten in und um Hanoi - Life and Work in and around Hanoi

Panorama Mai Chau


Seit Sommer 2009 arbeite ich, vermittelt durch GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), als Lecturer an der Hanoi School of Public Health.
Dieser Blog berichtet von unserem Leben in Hanoi, Vietnam und Umgebung.
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Since the Summer of 2009, mediated by GIZ/CIM (Centrum für Internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt), I work as a lecturer with the Hanoi School of Public Health.
This Blog reports on our life in Hanoi, Vietnam and surroundings.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Banh Chung

Jetzt bin ich natürlich noch einen Bericht schuldig, was es denn nun mit dem Reiskuchen auf sich hatte, den ich geschenkt bekommen habe.
Nun, er heißt Banh Chung, ist quadratisch und grün.
Er geht der Sage nach zurück auf König Hung Vuong VI, der seinen 22 (!) Söhnen versprach: "Wer mir das beste Gericht zur Feier des Neujahrsfestes präsentiert, den mache ich zu meinem Nachfolger!" (Merkwürdiges Auswahlkriterium eigentlich ...). Nun, sein 16. Sohn, Lang Lieu, hatte einen Traum: Eine Fee erschien ihm und instruierte ihn, aus Klebreis Quadrate, mit einer Füllung aus Schweinefleisch und Mungbohnenmehl zu formen, diese mit Bananenblättern zu umwickeln und einen Tag und eine Nacht zu kochen. Er tat, wie ihm geheißen, der König, sein Vater, war begeistert von den Kuchen und von der himlischen Herkunft des Rezepts und machte ihn zum König. 
Die Materialien symbolisieren jetzt die Erde, das Rezept den Himmel und der Kuchen gehört zu den Pflichtangeboten an Tet, sowohl für die Ahnen als auch für die Gäste. Er sieht wirklich quadratisch und grün aus, ist mit Bambusstreifen gebunden und so lag er nun auf meinem Tisch. Man kann ihn auch kalt essen, ich habe ihn 20 Minuten im Dampf erwärmt.
Im Inneren ist in der Tat eine Schicht Füllung undefinierbarer Inhaltsstoffe, das Ganze schmeckt relativ fad. 
Aber mit einer kleinen Soße aus Soya, Chili und Essig wird es durchaus genießbar. Und sicher eine gute Grundlage für viele Runden Schnaps und "Chuc Muc Nam Moi!". Letzteres erspare ich mir, alleine an meinem Küchentisch. Und so habe ich nur den halben Kuchen geschafft.
Ich habe ja nun kein Königreich zu verschenken. Aber ich muss gestehen: Ob ich es für diesen Kuchen getan hätte, da bin ich mir nicht so sicher.

1 Kommentar:

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